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Die heutige Pferdehaltung unterscheidet sich erheblich von der ursprünglichen Bewegung und Ernährung des Pferdes als Steppentier. Beim natürlichen Fressverhalten ist durch die permanente Futteraufnahme der Pferdemagen eigentlich nie leer. Das Pferd produziert durch langes Kauen viel Speichel der die Magenschleimhaut schützt. Bei langen Futterpausen und großen Kraftfuttermengen fehlt dieser Schutz und Magengeschwüre können entstehen. Sie sind bei Pferden aller Rassen, Altersklassen und Nutzungsrichtungen eine häufig vorkommende Erkrankung. Folgende, sehr unterschiedliche Symptome können darauf hindeuten: Kolik, mangelnder oder wechselhafter Appetit, Leistungsschwäche, Sattelzwang, schlechter Allgemeinzustand. Die einzig sichere Diagnosemöglichkeit einer Magenerkrankung ist die endoskopische Untersuchung (Gastroskopie). Diese erfolgt am stehenden, leicht sedierten Pferd nach einer kurzen Hungerphase. Dabei wird das Endoskop durch die Nüster über die Speiseröhre in den Magen eingeführt, wo dann von innen die Magenschleimhaut begutachtet werden kann. Außerdem kann man die Funktion des Schließmuskels am Übergang zum Darm kontrollieren und ggf. einen Befall mit Magendasseln feststellen. Nach der Diagnose von Magengeschwüren ist neben der medikamentösen Therapie das Haltungs- und Fütterungs- management von entscheidender Bedeutung. Es orientiert sich wieder an der ursprünglichen Lebensweise des Pferdes. Das beinhaltet so viel Weidegang und Raufutter wie möglich, keine langen Fresspausen, freie Wasserauf- nahme und möglichst wenig Kraftfutter auf möglichst viele kleine Portionen verteilt. Genau wie beim Menschen kann den Pferden auch Stress und der übermäßige Gebrauch von entzündungshemmenden Medikamenten auf den Magen schlagen. Wenn also zusätzlich z.B.  lange Transporte, Rangordnungsprobleme oder Bewegungsmangel vermieden werden und der Einsatz von entzündungshemmenden Medikamenten begrenzt wird, geht´s dem Magen gut!
Magengeschwüre beim Pferd